Spieltag 27 | FV Wernfeld/Adelsberg - SG I

Bericht

Endlich das Glück erkämpft

FV Wernfeld/Adelsberg - SG Bischbrunn/Oberndorf 0:1 (0:0)


Bericht

Trotz weiter Anreise von über 40 Minuten zeigte die SG Bischbrunn/Oberndorf beim FV Wernfeld/Adelsberg von Beginn an, dass sie an die starken Leistungen aus den beiden Remis gegen Wiesenfeld-Halsbach und Wombach anknüpfen wollte – und setzte dieses Vorhaben auch konsequent um.

Von der ersten Minute an drückte die SG. Der Tabellenvierte aus Wernfeld tat sich äußerst schwer und kam offensiv kaum zur Entfaltung, weil die SG gut verteidigte. Lediglich nach einem hohen Freistoß mitte der ersten Halbzeit wurde es einmal ansatzweise gefährlich. Ansonsten bestimmte die SG das Tempo und suchte immer wieder den Weg nach vorne.

Vor allem der schnelle Julian Belli wurde mehrfach gut in Szene gesetzt, doch entweder stand er knapp im Abseits oder wurde vom starken Verteidiger Moritz Schmitt entscheidend gestört, der immer wieder im letzten Moment klären konnte. So fehlte trotz spielerischer Überlegenheit zunächst die ganz große Torchance.

In der achten Minute schien der Bann bereits gebrochen: Nach einem Konter über Belli und Kevin Kröger landete der Ball im Netz. Doch Schiedsrichter Marcel Endres, der die Partie insgesamt gut leitete, entschied zurecht auf Abseits – der Treffer zählte nicht.

Eine weitere gute Möglichkeit bot sich in der 29. Minute: Nach einem schnellen Gegenstoß über Felix Wiesmann kam Jonas Rückert aus rund 18 Metern zum Abschluss, verzog jedoch knapp rechts am Tor vorbei.

So blieb es zur Pause beim 0:0. Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel zudem auf, dass sich die Hausherren – ähnlich wie schon im Hinspiel – vermehrt mit Diskussionen und Beschwerden gegenüber Schiedsrichter und Gegner beschäftigten.

Nach Wiederanpfiff erhöhte der FV Wernfeld/Adelsberg zwar spürbar den Druck und drängte vehement auf den Führungstreffer, doch die Defensive der SG hielt dem Ansturm stand. Entweder stand die Abwehr sicher oder Keeper Martin Günzelmann war zur Stelle, der sich mit mehreren starken Paraden auszeichnen konnte. Besonders Tim Schreiber rückte mehrfach in den Fokus, scheiterte jedoch entweder am glänzend reagierenden Schlussmann oder setzte den Ball in aussichtsreicher Position neben das Tor.

Vor allem zwischen der 60. und 70. Minute wurde es für die SG brenzlig: Plötzlich setzte Wernfeld vermehrt auf lange Bälle – ein Mittel, das zuvor kaum zur Anwendung kam – und kam so zu mehreren guten Gelegenheiten. Doch sowohl Schreiber als auch Dylan Wells fehlte die nötige Präzision im Abschluss, sodass die Chancen ungenutzt blieben. In der 77. Minute rettete Jürgen Beeger zudem mit großem Einsatz auf der Linie und bewahrte die SG vor dem Rückstand.

Auch im Mittelfeld bekam die SG die Partie zunehmend besser in den Griff. Kevin Kröger, der ein starkes Spiel zeigte, neutralisierte Kapitän Andreas Markmüller immer effektiver und nahm dem Spielmacher der Hausherren weitgehend den Einfluss.

Parallel dazu litt die Partie immer mehr unter der aufgeheizten Stimmung auf Seiten der Gastgeber. Nahezu jede Schiedsrichterentscheidung wurde lautstark kommentiert, gelbe Karten gefordert und insgesamt viel diskutiert. Eine unschöne Szene ereignete sich zudem, als Jannik Burkard zwischen den Auswechselbänken nachtrat – vom Schiri allerdings unbemerkt –, was die ohnehin angespannte Atmosphäre weiter anheizte.

In der 78. Minute dann der entscheidende Moment: Nach einem aus Sicht der Hausherren bzw. ihrem Ticker natürlich mal wieder unberechtigten Freistoß aus rund 45 Metern fasste sich der eingewechselte Spielertrainer Daniel Renner ein Herz und zog direkt ab. Der Ball setzte tückisch vor Torhüter Nagel auf und schlug unberührt im Netz ein – der viel umjubelte Führungstreffer für die SG.

In der Schlussphase verteidigte die SG dann leidenschaftlich und ließ trotz aller Bemühungen der Heimelf nur noch relativ wenig zu. In der 82. Minute glänzte Günzelmann erneut bei einem Distanzschuss, und in der 86. Minute hatte die SG sogar noch eine gute Möglichkeit: Renner scheiterte mit einem Freistoß aus 22 Metern aber an Nagel.

Selbst die über sechsminütige Nachspielzeit überstand die SG unbeschadet. Ein weiterer Abschluss von Schreiber ging abseitsverdächtig links vorbei, und bei einem Kopfball von Jannis Volpert war erneut Günzelmann zur Stelle. Wernfeld schwächte sich zudem selbst und kassierte eine hochverdiente gelb-rote Karte gegen Jannik Burkard, der das ganze Spiel über schon meckerte und sich sogar mit Zuschauern behängte.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei der SG keine Grenzen mehr: Ein enorm wichtiger und hart erkämpfter Auswärtssieg war perfekt. Auf Seiten der Gastgeber suchte man die Gründe hingegen vor allem beim Schiedsrichter, was sich auch in weiteren Karten nach Abpfiff widerspiegelte – unter anderem sah Tim Schreiber noch Gelb-Rot wegen Meckerns, und auch Trainer Schwarz wurde mit glatt Rot des Feldes verwiesen, wobei diese Entscheidung wohl nachträglich zurückgenommen wurde.

Mit diesem wichtigen Dreier im Rücken kann die SG nun selbstbewusst ins anstehende Derby gegen Esselbach gehen – und wird dort versuchen, den nächsten Schritt zu machen.

Statistik

Aufstellungen

sp27


Schiedsrichter

Marcel Endres (TSV Münnerstadt), mit guter Leistung


Tore

0:1 (78.) - Daniel Renner


Spieler des Spiels: Kröger & Günzelmann


Besondere Vorkommnisse

Gelb-Rote Karte für Jannik Burkard (87./FVWA) wg. Meckern
Gelb-Rote Karte für Tim Schreiber (nach Spielende/FVWA) wg. Meckern
Rote Karte für Philip Schwarz (nach Spielende/Coach FVWA), die aber später wohl zurückgenommen wurde


Zuschauer

70 in Wernfeld

Bildergalerie

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Scholzingers Bewirtungscheck

27. Spieltag - Spielort: Wernfeld


Getränke/Bier

In Wernfeld gab es neben dem Standard-Programm vier verschiedene BIersorten (Würzburger Hofbräu Pils und Bayreuther Hell) sowie Franziskaner Weizen und Schlappeseppel Radler, allerdings alles aus Flaschen, zur Auswahl und das zu humanen Preisen (3€ für 0,5L). Auch Kaffee wurde angeboten, alles auch schon eine halbe Stunde vor Anpfiff.


Essen/Bratwurst

Die geschmacklich sehr gute Bratwurst, die auch schön gegrillt war, wurde leider in ein zu lange gebackenes Aufbackbrötchen gesteckt, was den Geschmack deutlich verschlechterte. Zudem war sie für 3€ ausgezeichnet und kostete dann plötzlich 3,50€, was vor allem dieses Brötchen nicht wirklich wert war. Außerdem wurden weiterhin noch zwei verschiedene Kuchen angeboten, die laut mehreren Testern wohl geschmacklich sehr gut waren.


Fazit

Eine gute Getränkeauswahl zu freundlichen Preisen steht einer aufgrund des schwachen Brötchens nicht ganz so guten Stadionwurst entgegen. Zudem punktete die frühe Öffnung des Verkaufs. Auch die Kiste Bier nach dem Spiel war mit 40€ für 20x0,5l nicht überteuert - Wombach wollte den gleichen Preis für 24x0,33l. Insgesamt eine solide Bewirtung. Es fehlte aber Fassbier und Gastgeschenke.
3stars

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Über uns

Der Sportverein Rot-Weiß Bischbrunn e. V. wurde offiziell am 19.10.1946 gegründet.

Bis heute hat sich der Verein enorm vergrößert und betreut nun ungefähr 500 Mitglieder

Für einen Breitensportverein in einer 1000-Seelen-Gemeinde hat der SV Bischbrunn ein enormes Angebot für alle Mitglieder parat.

Adresse

  SV Bischbrunn
  Kreuzhöhstraße 28
  97836 Bischbrunn

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