Bericht
Einbruch nach dem 2:1
SG Stetten/Binsfeld/Müdesheim - SG Bischbrunn/Oberndorf 5:1 (1:0)
Bericht
Nach dem Sieg des FV Bachgrund gegen Sackenbach musste die SG Bischbrunn/Oberndorf beim Tabellenzweiten und bereits feststehenden Aufstiegsreleganten SG Stetten/Binsfeld/Müdesheim alles in die Waagschale werfen, um die minimale Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Dieser wäre allerdings ohnehin nur bei einer gleichzeitigen Niederlage Bachgrunds in Erlenbach möglich gewesen.
Von Beginn an machte die Renner-Elf der Heimelf das Leben schwer und zeigte trotz brütender Hitze eine engagierte Leistung. Die Gastgeber wurden allerdings trotzdem früh gefährlich, als nach einer Hereingabe von links nach rund zehn Minuten nur die Latte rettete. Anschließend kam von der aufstiegswilligen Heimelf jedoch überraschend wenig, während die SG ihrerseits versuchte, offensive Nadelstiche zu setzen – auch wenn wie schon in den vergangenen Wochen nach vorne insgesamt wenig Durchschlagskraft zu sehen war.
Die erste gute Möglichkeit hatte die SG in der 12. Minute: Daniel Renner legte auf Jonas Rückert ab, der aus rund 18 Metern relativ viel Platz hatte, den Ball jedoch deutlich über das Tor setzte. Nur eine Minute später bot sich dann die Riesenchance zur Führung. Felix Wiesmann zog über rechts mit Tempo in den Strafraum und wurde dort klar zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter übernahm Renner selbst, scheiterte mit seinem zu schwach geschossenen Versuch jedoch am gegnerischen Keeper Steven Hock.
In der Folge machte die Hitze beiden Mannschaften zu schaffen und Torraumszenen blieben Mangelware. Nach knapp 35 Minuten musste Daniel Renner erneut verletzt vom Feld und wurde durch Willi Formatschek ersetzt. Dieser hätte nur wenige Augenblicke später beinahe direkt getroffen: Nach einem starken Steilpass von Kevin Kröger auf Felix Wiesmann legte dieser weiter nach Links auf Formatschek, dessen Abschluss nur äußerst knapp am rechten Pfosten vorbeistrich.
Kurz vor der Pause gingen die Hausherren dann doch noch etwas schmeichelhaft in Führung. Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld grätschten gleich drei SG-Verteidiger ins Leere, sodass Luca Weber schließlich trotz Bedrängnis zum 1:0 einschieben durfte. Martin Günzelmann war dabei allerdings auch die Sicht verdeckt.
Direkt nach Wiederanpfiff legte die SG los wie die Feuerwehr und kam prompt zum Ausgleich. Luis Schwab schickte Felix Wiesmann mit einem starken Zuspiel über rechts auf die Reise. Wiesmann zwang Keeper Hock zum Abklatschen, aber Willi Formatschek stand goldrichtig und staubte aus wenigen Metern zum 1:1 ab.
Nun wachten allerdings auch die Gastgeber wieder auf und wurden deutlich gefährlicher. Ein Treffer der Heimelf wurde in der 53. Minute von Schiedsrichter Johannes Balling, der im Übrigen wieder einige sehr dubiose Entscheidungen dabei hatte, noch zurückgenommen – weshalb genau, bleibt wohl sein Geheimnis. Wenig später fiel die Führung dann aber doch: Ein langer Ball segelte links in den Strafraum, Martin Günzelmann kam heraus, konnte den Ball jedoch nicht festhalten und Michael Gerhard traf aus spitzem Winkel zum 2:1.
Danach verfiel die SG wieder in alte Muster. Die Defensive wirkte völlig von der Rolle und Stetten kam nun im Minutentakt zu Chancen. Mehrfach verhinderte Martin Günzelmann mit starken Paraden zunächst einen höheren Rückstand. Doch dann brachte die Heimelf ihren höherklassig erfahrenen Goalgetter Michael Winkler, der direkt mit seiner ersten Aktion erfolgreich war. Nach einem langen Ball über rechts segelte Jonas Weidner unter dem Ball hindurch, Winkler zog nach innen und ließ Günzelmann beim 3:1 keine Chance.
Fünf Minuten später wusste sich Jürgen Beeger nur noch mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Winkler zum 4:1, auch wenn der Elfmeter noch schwächer geschossen war als zuvor der Versuch von Renner. Den Schlusspunkt setzte schließlich Jannik Schindler in der letzten Minute, nachdem ein Querpass von rechts durch Freund und Feind gerutscht war und er von links angerauscht kam und eiskalt zum 5:1-Endstand vollstreckte.
So steht am Ende eine ernüchternde Vorstellung und auch mal wieder fünf Gegentore zu Buche. Durch den gleichzeitigen Sieg des FV Bachgrund in Erlenbach kann die SG nun maximal noch die Relegation erreichen. Zwar war die Heimelf offensiv sicherlich der bislang stärkste Gegner der Saison, doch die teils haarsträubenden Fehler hätte wohl auch jeder andere Gegner bestraft. Vor allem nach dem 2:1 war zudem kaum noch zu erkennen, dass sich die Mannschaft mit aller Konsequenz gegen die Niederlage und den drohenden Tabellenplatz stemmt.
Mit einem ähnlich pomadigen Auftritt dürfte auch im entscheidenden Spiel gegen Sackenbach nichts zu holen sein – was letztlich den direkten Abstieg bedeuten würde.
Statistik
Aufstellungen
Schiedsrichter
Johannes Balling (TSV Essleben)
Tore
1:0 (42.) - Luca Weber
1:1 (48.) - Willi Formatschek
2:1 (56.) - Michael Gerhard
3:1 (68.) - Michael Winkler
4:1 (73.) - Michael Winkler (Foulelfmeter)
5:1 (89.) - Jannik Schindler
Spieler des Spiels: -
Besondere Vorkommnisse
Daniel Renner (SGBIO/13.) scheitert mit Foulelfmeter an Keeper Steven Hock
Zuschauer
100 in Stetten
Bildergalerie
Bildergalerie
Scholzingers Bewirtungscheck
29. Spieltag - Spielort: Stetten
Getränke/Bier
In Stetten zählte wohl die Devise "Geringster Aufwand" - so gab es lediglich Flaschenware und hier auch nur das Nötigste. Herzog von Franken Pils, sowie die restlichen Getränke von Libella bzw. Kauzen, die nicht besonders gut schmeckten. Immerhin die Preise waren mit 2,50€ für einen halben Liter Alkoholfreies recht günstig. Beim Wasser gab es zumindest Bad Brückenauer für günstige 2€, was gewohnt gut schmeckte. Ein Getränk wie Weinschorle oder Sekt, auch im Bezug auf den Muttertag, fehlte komplett - hier bekam man den Hinweis, so etwas doch in der angrenzenden Wirtschaft zu bekommen. Auch Hefeweizen fehlte gänzlich im Sortiment.
Essen/Bratwurst
Die solide Bratwurst war gut gegrillt, ihr fehlte aber etwas der Kick und die Würze. Zumindest wurde sie in ein frisches, handgemachtes Brötchen vom Bäcker gesteckt. 3,50€ war sie aber dennoch nicht wert. Einen großen Minuspunkt gibt zudem der unappetitliche Senf-Eimer mit Löffel, die Tester haben hier gerne auf den Senf verzichtet. Eine weitere Alternative war nicht vorhanden, nicht einmal Kuchen wurde angeboten.
Fazit
Eine unterdurchschnittliche Auswahl und wenig überzeugende Getränke gab es in Stetten. Auch beim Essen war die Auswahl nicht besser, eher im Gegenteil - nur Bratwurst. Zwar punktete das Weckle, aber die Wurst war nichts Besonderes. Unter dem Strich daher eine nicht gerade gute Bewirtung - dass es wie gewohnt keine Gastgeschenke in Form von Gratis-Maß gab, ist mittlerweile ja auch nichts Neues mehr.